Verschiedene Fußbodenbeläge: Teil 1

Der Fußbodenbelag bietet die Chance, einen Raum individuell nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Allerdings sollte bei der Auswahl des passenden Untergrunds darauf geachtet werden, dass dieser die an ihn gestellten Anforderungen auch erfüllen kann. So sind in einer Wohnung beispielsweise im Flur andere Eigenschaften gefordert als im Badezimmer, in der Küche oder im Schlafzimmer.

In öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Schwimmhallen, Hotels, Büros oder Einkaufszentren sind die Ansprüche an Fußbodenbeläge aufgrund der höheren Frequentierung deutlich höher.

Eigenschaften verschiedener Fußbodenbeläge

Fußbodenbeläge als Dekorationsmöglichkeit
Fußbodenbeläge als Dekorationsmöglichkeit - © RAHOUSE by pixelio.de

Noch immer weit verbreitet in deutschen Haushalten sind Teppiche. Diese Fußbodenbeläge punkten durch ihren Komfort und sorgen für Fußwärme. Die Auswahl an verschiedenen Mustern und Farben ist sehr groß. Ein Nachteil des Teppichbodens ist die Reinigung. Staub und lose Schmutzreste können zwar mit einem handelsüblichen Staubsauger entfernt werden, Dreck, der in die Fasern eindringt, lässt sich hingegen schlechter lösen. Dafür muss oftmals eine Intensivreinigung mit aggressiven Mitteln durchgeführt werden. Diese wiederum greifen den Teppich an. Der Teppichboden kommt meist in Schlafzimmern, Kinderzimmern und im Wohnzimmer zum Einsatz.

Pflegeleichter gestaltet sich ein Laminatboden. Er kann einfach abgesaugt, gefegt und, bei größeren Verschmutzungen, feucht gewischt werden. Allerdings sollte man beim Wischen darauf achten, dass nicht zu viel Nässe auf den Fußbodenbelag gelangt, denn Laminat hat baulich eine Schwachstelle: die Fuge. Das Laminat ist ein Bodenbelag, der aus mehreren, vollflächig verklebten Schichten besteht. Zwar ist die Oberfläche versiegelt, jedoch kann die weiter unten gelegene Trägerschicht durch eindringende Feuchtigkeit aufquellen. Der Vorteil des Laminats liegt darin, dass es trotz des relativ geringen Preises einen hochwertigen Eindruck vermittelt. Es kommt, abgesehen vom Badezimmer, in fast allen Räumen zum Einsatz. Für die Küche ist es allerdings nur bedingt geeignet. Da auch dort unbeabsichtigt größere Wassermengen auf den Fußboden gelangen können und so das Laminat angreifen.

Fußbodenbeläge aus PVC und Linoleum punkten ebenfalls mit der einfachen Reinigung. Außerdem sind sie abriebfest und sehr kostengünstig. Obwohl beide Fußbodenbeläge sich äußerlich stark ähneln, unterscheiden sie sich strukturell erheblich. PVC ist ein künstliches Produkt, während Linoleum aus rein natürlichen Materialien hergestellt wird. Eingesetzt werden beide oftmals im Wohnungs- bzw. Hausflur, in der Küche sowie im Badezimmer.