Linoleum als Fußbodenbelag

Linoleum in zahlreichen Farben und Mustern
Linoleum in zahlreichen Farben und Mustern – © harmonie by stock.xchng

Die Entwicklung von Linoleum als Fußbodenbelag geht auf das Jahr 1860 und den Chemiker Frederick Walton zurück. Dieser meldete insgesamt 88 Patente an, von denen mehr als zwei Drittel mit Linoleum zu tun hatten. Außerdem erbaute er die erste Linoleumfabrik und begründete damit den Erfolg dieses Produkts, der bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts reichte.

Erst durch die Entwicklung des PVCBodenbelags ging der Absatz des Linoleums in den 1960er Jahren stark zurück. Heute gibt es in Deutschland nur noch ein Werk, dass Linoleum als Fußbodenbelag produziert. Erklären kann man diesen Rückgang in den Verkaufszahlen vor allem durch den erhöhten Arbeitsaufwand beim Verlegen des Bodenbelags im Vergleich zum PVC. Auch die Herstellung ist deutlich aufwendiger.

Eigenschaften von Linoleum

Die Hauptbestandteile von Linoleum sind Leinöl, Korkmehl und Harz, also regenerative Rohstoffe. Diese werden gepresst, auf eine Trägerschicht aus Jute aufgebracht und anschließend mit einer Polyurethanschicht geschützt. Da der Umweltschutz einen immer größeren Anteil in Politik und Wirtschaft erlangt, wird das umweltfreundliche Linoleum, im Vergleich zum deutlich schwerer zu entsorgenden PVC, in Zukunft wahrscheinlich wieder deutlich an Bedeutung gewinnen.

Linoleum verlegen durch den Experten

Das Verlegen von Linoleum nimmt weit mehr Zeit in Anspruch als das Auslegen eines Teppichbodens, von Laminat oder PVC. Außerdem ist es empfehlenswert, diese Arbeit von einem Fachmann ausführen zu lassen, da für das Abdichten der Nähte spezielle Schweißgeräte sowie Linoleumschmelzdraht benötigt werden.

Aufgrund der Tatsache, dass das Linoleum beim Verlegen die Feuchtigkeit aus dem Kleber aufnimmt und sich dadurch erweicht, kann es bis zu sechs Wochen dauern, bis man es voll beanspruchen kann.

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