Der Aufbau von Laminat

Laminat verlegen
Laminat verlegen – © RainerSturm by pixelio.de

Laminat ist ein Fußbodenbelag, der bei relativ geringen Produktionskosten einen hochwertigen Eindruck vermittelt. Diesen Spagat erreichen die Hersteller dadurch, dass die Paneele in verschiedenen Schichten aufgebaut sind, wobei die unteren tragenden Bereiche mit einem Dekor versehen werden, das den Anschein erweckt, es würde sich beim Laminat um Vollholz handeln.

Die Schichten des Laminats

Obenauf befindet sich die Nutz- oder auch Deckschicht. Sie hat die Aufgabe, die darunter gelegene Dekorschicht gegen Abrieb zu schützen. Die Deckschicht ist durchsichtig und gibt den Blick auf das eigentliche Muster des Laminats frei.

Die Dekorschicht ist eine dünne, bedruckte Folie. Theoretisch ist jedes Muster möglich. Momentan sind in Deutschland jedoch hauptsächlich Elemente in Holzoptik zu finden, da sie den Eindruck eines echten Holzfußbodens vermitteln. Vor allem Birken- und Eichendekore sind beliebt.

Unter der Dekorfolie befindet sich die Trägerschicht. In diese werden Profile eingearbeitet, sodass die einzelnen Paneele per Klick-Mechanismus einfach miteinander verbunden und schwimmend auf dem Untergrund verlegt werden können. Je höher die Qualität des Laminats ist, desto dicker fällt diese Trägerplatte aus. Der Vorteil einer dickeren Schicht ist, dass sie einerseits kleinere Unebenheiten des Untergrunds besser ausgleicht und andererseits die Profile stabiler gefertigt werden können. Dadurch ergibt sich später ein einheitliches Bild, alle Fugen besitzen die gleichen Dimensionen und die Haltbarkeit des Laminatbodens erhöht sich. Unter dieser Schicht befindet sich eine weitere Folie, die dafür sorgen soll, dass sich die Paneele nicht einseitig wölben.

Laminat: Vor- und Nachteile

Ein Pluspunkt für Laminats ist eindeutig der Preis. Aufgrund der Tatsache, dass die eigentliche Trägerschicht nur aus gepressten Spänen besteht, kann Laminat deutlich preiswerter produziert werden als Dielen oder Parkett und somit auch kostengünstiger an den Endverbraucher weitergegeben werden. Außerdem lässt sich Laminat dank des Klick-Mechanismus leicht in Eigenleistung verlegen. Auch die Reinigung gestaltet sich mit einem Staubsauger bzw. einem feuchten Tuch sehr einfach.

Die Nachteile sind, dass Schäden nur bedingt behoben werden können. Bei einem Kratzer im Laminat ist es nicht möglich, die Oberfläche anzuschleifen, da so die dünne Dekorschicht abgetragen würde. Außerdem würde auch die Deckschicht beschädigt werden, sodass kein Schutz gegen Abrieb und den Eintritt von Feuchtigkeit mehr gegeben wäre. Feuchtigkeit ist ein weiteres Problem des Laminats. Zwar schützt die Deckschicht vor dem Eintritt von Wasser, aber über die Fugen kann Nässe zur tiefer gelegenen Trägerplatte gelangen, wodurch diese aufquellt.

Wollen Sie Laminat in Ihrer Wohnung verlegen, dann Sollten Sie sich vorher mit entsprechenden Experten beraten. Vor Ort stehen eine Vielzahl von Anbietern zur Verfügung.

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